
5. Bergby-Mühle
Die Windmühle kam 1903 nach Västerkulla. Bauer Jan Eric Olsson versetzte eine einfache, 1870 erbaute Windmühle aus der Gemeinde Hargs dorthin. Müller Axel Carlsson, der zuvor die Mühle in Ortala betrieben hatte, übernahm 1924 den Betrieb. 1927 erweiterte und modernisierte er die Mühle und entfernte die Flügel. Sie wurde zunächst auf Dieselbetrieb (eine Atlas-Dieselmaschine) und später auf Elektrobetrieb umgerüstet.
Die Mühle von Bergby ist für die Bauern der Region von großer Bedeutung. Dank ihrer hohen Kapazität kann sie zahlreiche Höfe versorgen, weit mehr als nur die in den Dörfern Norrby, Västerkulla und Bergby. Im Winter kommen Pferdekutschen über das Eis aus Fogdö, Singö, Trästa und Fjäll sowie auf dem Landweg aus Rotholma, Utsund, Markdal, Veda und Malmberga. Im Sommer transportieren die Bauern ihr Getreide mit dem Boot zum Anleger in Bergby. Für den Transport zur Mühle leihen sie sich Pferd und Wagen. Auf dem Mühlengelände steht noch immer ein Stallgebäude mit mehreren Boxen. Wenn mehrere Bauern gleichzeitig eintreffen, bilden sich lange Schlangen. Man sagt, dass sich während der Erntezeit die Pferdekutschen bis zur Straße stauen konnten.
In der Mühle konnte man auch Lebensmittel kaufen, darunter verschiedene Mehlsorten und Knäckebrot. Die Mühle war bis 1970 in Betrieb. Damals mahlte der Müller Carlsson bereits seit 46 Jahren Getreide in der Mühle von Bergby. Heute steht die Mühle leer und verlassen da – ein Mahnmal vergangener Zeiten.

HINWEIS: Bitte respektieren Sie die Privatsphäre von Menschen und Bienen und betreten Sie das Grundstück nicht!
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Zusätzliches Material
Senast uppdaterat kl. 19:34, torsdag 18 december 2025
