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24. Elektrizität

1890 wurden in Stockholm die ersten Glühbirnen angezündet  eine technische und praktische Sensation. Einfach einen Knopf zu drücken und Licht zu haben, wurde als Magie empfunden! Zuvor hatte man die Häuser mit Wachskerzen und Petroleumlampen beleuchtet. In den 1910er-Jahren hielten die ersten elektrischen Haushaltsgeräte Einzug – Bügeleisen und Staubsauger. Bald darauf fanden auch elektrische Waschmaschinen, Herde und Kühlschränke ihren Weg in die schwedischen Haushalte. Die Zeitschrift „Husmodern“ schrieb 1921 treffend: „Elektrizität wird für uns irgendwann so selbstverständlich und notwendig werden wie der Sauerstoff in der Luft – wir bemerken sie erst, wenn sie uns fehlt.

1916 wurde in Häverö der erste Schritt zur Elektrifizierung unternommen, als die Gemeindevertretung den Bau eines öffentlichen Stromnetzes beschloss. 1918 wurde in unserem Gebiet der Stromverteilungsverein Väddö gegründet (siehe Gebiet 15 auf der Karte). In den 1920er Jahren wurden die Dörfer der Region an das Stromnetz angeschlossen, das über eine 20-kV-Leitung vom Wasserkraftwerk Älvkarleby gespeist wurde. Das Umspannwerk befand sich in der Nähe von Bergby Gård, das wie Norrbygård, die Fähre Trästa und Tomta såg zu den größten Stromverbrauchern der Gegend zählte. 1942 übernahm Vattenfall das Stromnetz, und Strom erreichte nun schnell alle Haushalte. Anfangs wurde ein Einphasensystem genutzt, das in den 1950er Jahren durch ein moderneres Dreiphasensystem ersetzt wurde. Dennoch gab es in Bergby noch bis 1991 Gebäude mit Einphasenstrom. Manche weigerten sich hartnäckig, Drehstrom anzuschließen; „eine unnötige Neuheit“!

Affisch av Stockholms glödlampsfabrik eller Elektraverken, CC Public Domain.
Kungslampan var en svensk glödlampa, en "kvalitetsprodukt" som producerades av Aktiebolaget Elektraverken i Stockholm med start cirka 1910.
Elektraverken (Aktiebolaget Elektraverken) var ett svenskt industriföretag som tillverkade bland annat glödlampor, elektriska hushållsapparater och elektriska mätinstrument. Företaget grundades år 1917 av Edvard Henke och anslöt sig 1930 till Osram och kallades sedan Osram-Elektraverken. År 1981 upphörde tillverkningen av glödlampor vid Osram-Elektraverken och 1985 ändrades namnet till Osram AB.
Mama, ist das die Sonne? Nein, mein Kind, das ist die Königslampe. (Werbeplakat von 1920 für eine in Stockholm hergestellte Glühbirne)
Karta över Elnätet 1925. Våra byar tillhör område 15 på kartan och ingår i Väddö Elektriska distributionsförening.
Karte des Stromnetzes von 1925. Unsere Dörfer gehören zum Gebiet 15 auf der Karte und sind Teil des Stromverteilungsverbandes Väddö.

Immer mehr Haushalte installieren heute Solaranlagen . 2018 weihte Norrbygård einen ein Hektar großen Solarpark mit einer Leistung von 240 kW ein – einen der größten in der Gemeinde Norrtälje. Viele schaffen sich Hybrid- und Elektroautos an. Die Geschichte der Elektrizität auf dem Land spiegelt sowohl die technologische Entwicklung als auch den gesellschaftlichen Wandel wider. Die heutige Gesellschaft ist vollständig vom Stromnetz abhängig. Die Frage ist: Wie wird Strom in Zukunft erzeugt und genutzt?

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Zusätzliches Material

Kvinnor som handarbetar i lampsken.
© TT-nyhetsbyrån
Der Königliche Palast in Stockholm im Jahr 1917. Königin Victoria bot Frauen, die in ihren Häusern kein elektrisches Licht hatten, die Möglichkeit, ihre Abende im Nähzimmer des Palastes zu verbringen und dort auf eigene Rechnung zu nähen.
Kvinna som lagar mat. 
© Sandberg, Paul/Upplandsmuseet
Laila Lundgren hielt im Rahmen der Vereinigung für die rationelle Nutzung von Elektrizität (FERA) Kurse zum Thema elektrisches Kochen in ganz Schweden ab – hier in Uppsala im Jahr 1940.

Senast uppdaterat kl. 01:20, fredag 19 december 2025