
26. Hammarskogen
Die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts weckte bei den Stadtbewohnern die Sehnsucht nach einem Leben im Freien. Dies war der Beginn der Entwicklung von Freiflächen mit Jagdhütten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Vision war, dass auch Menschen mit geringem Einkommen die Möglichkeit haben sollten, eine Hütte zur Erholung in der Natur zu erwerben. Eine Jagdhütte war als temporärer Wohnsitz in der Freizeit gedacht. Der Begriff „Jagdhütte“ verschwand in den 1940er Jahren und wurde durch „Ferienhäuser“ und „Sommerhäuser“ ersetzt. In unseren Dörfern Sandvik, Hammarskogen und Norrby Udde gibt es mehrere solcher Freiflächen.

Hammarskogen ist ein Projekt, das Ende der 1960er Jahre von Riksbyggen in Zusammenarbeit mit dem Bauunternehmen BPA entworfen wurde. Hammarskogen steht für etwas Neues und soll als Mustergebiet für Ferienhäuser dienen. Das 95 Hektar große, ehemalige Randgebiet Hammarskogen in Väddöviken wird erworben. Gemeinsam mit der Gemeinde Häverö wird die Entwicklungsgesellschaft Bergby Fastighetsbolag gegründet. Diese ist für den Verkauf der Grundstücke zuständig. In den Werbebroschüren werden hohe Hygienestandards mit gemeinsamer Wasserversorgung und einem neuen, vakuumgesteuerten Abwassersystem hervorgehoben. Die Idee ist, dass die Ferienhäuser unter dem Motto „Freizeit für die Zukunft“ später ganzjährig bewohnbar sein sollen. Die Baugenehmigung ist jedoch auf 80 plus 40 Quadratmeter begrenzt, was die Möglichkeiten für eine ganzjährige Nutzung einschränkt. 1972/73 werden die ersten Grundstücke und einige Rohbauten verkauft. Hammarskogen umfasst 166 Grundstücke, von denen derzeit etwa 25 ganzjährig genutzt werden. Typisch für Ferienanlagen wie Hammarskogen und Norrby Udde sind Gemeinschaftseinrichtungen wie ein Jachthafen, ein Badebereich, ein Sportplatz und ein Festgelände. Das ausgeprägte Gemeinschaftsleben trägt zur Beliebtheit der Gegend bei.
Senast uppdaterat kl. 15:14, fredag 19 december 2025




