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27. Kolbottnen (Kohleboden) & Viktoriahütte

Dieser Ort heißt Kolbottnen, und am Rand des Grabens sind Schichten schwarzer Erde zu sehen. Es handelt sich um Überreste der alten Holzkohleherstellung. Die Holzkohleproduktion ist eine uralte Tätigkeit. Als unsere Vorfahren See- und Moorerz verarbeiteten, wurde Holzkohle zum Schmelzen des Erzes verwendet. Später, als die Eisenproduktion in den Eisenhütten industrieller wurde, kamen enorme Mengen an Holzkohle zum Einsatz. Fast überall im Land glimmen noch immer Kohlebergwerke. Die Holzkohle aus den Bergwerken dieser Gegend wird beispielsweise in Hochöfen in Herräng, Ortala und Edsbro verwendet.

Eine Kohlengrube ist eine kontrollierte Erhitzung von Holz unter Sauerstoffmangel. Indem man einen Holzstapel mit Erde und Torf bedeckt und ihn anschließend anzündet, beginnt der Verkohlungsprozess. Die Grube wird Tag und Nacht von Köhlern überwacht, die in Köhlerhütten im Wald leben. Die Stelle einer alten Grube ist oft als Kohleflöz erkennbar, bedeckt mit schwarzen Kohlestücken. Kohleflöze heben sich häufig von der umgebenden Vegetation ab und erscheinen als große, flache Gruben.

Viktoriahütte. Hier, im Kohlental, lebte bis zu ihrem Tod im Jahr 1951 eine alleinstehende Frau namens Viktoria Fredriksson in einem einfachen Hanghaus auf unbeanspruchtem Land. Das Haus war vermutlich ursprünglich als Wohnhaus für einen Kohlenwärter gedacht. Es ist sehr alt und stammt aus dem späten 18. Jahrhundert. Der Lehmboden ist gestampft, und im Flur ragt ein Teil des Felsens hervor. Man sagt, sie sei eine weise alte Frau gewesen und habe sich in der Heilkunst auskannten.

Heute sind noch einige Ruinen des sogenannten Viktoriastugan zu sehen. An mehreren Stellen im Wald nahe der Hütte finden sich Kohleflöze. Folgen Sie den Schildern nach Viktoriahütte.

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Zusätzliches Material

Holzkohleherstellung in einem Kolmila, 2002.

Senast uppdaterat kl. 23:46, söndag 21 december 2025