
32. Naturschutzgebiet Häverö-Bergby
Schild der Bezirksverwaltung Stockholm
Siehe: Länsstyrelsen Stockholm – Häverö-Bergby Naturreservat & Naturkartan Häverö-Bergby

Transkribierter Text*):
NATURSCHUTZGEBIET
Willkommen in Häverö-Bergby
Im Naturschutzgebiet Häverö-Bergby findet sich eines der artenreichsten Vorkommen des Guckbaums in Finnland. Die stattliche Orchidee blüht um Mittsommer und ist in den Wäldern rund um Lövfjärden weit verbreitet. Auch die übrige Flora ist sehenswert, und der kalkhaltige Boden bietet vielen ungewöhnlichen Pilzen einen idealen Lebensraum.
Blühende Wälder – Frühlings-Platterbse (Lathyrus vernus), Europäische Lärche (Sanicula europaea) und Zaubernuss (Actaea spicata) gehören zu den ungewöhnlichen Pflanzen des Naturschutzgebiets, die im lichten und feuchten Wald gedeihen. Im Frühjahr ist der Boden mit Lebermoos (Hepatica nobilis) bedeckt. Der hohe Kalziumgehalt des Bodens macht das Naturschutzgebiet reich an Orchideen. Neben dem Kuckucksschuh (Cypripedium calceolus) findet man hier unter anderem Zweiblättrige (Neottia ovata), Gemeine Brennnessel (Neottia nidus-avis) und Waldknöterich (Epipactis helleborine). Lichtbedürftige Arten wie Akelei (Melampyrum nemorosum), Gemeine Minze (Origanum vulgare) und Wilder Lein (Linum catharticum) wachsen an Wegrändern, Straßenrändern und auf trockeneren Lichtungen. Diese Pflanzen zeugen von alten Zeiten, als das Gebiet noch viel offener war.
Flechten und Pilze – An den Stämmen von Ahorn und Espe wächst die wunderschöne Lungenflechte (Lobaria pulmonaria), eine seltene Flechte, die Licht und hohe Luftfeuchtigkeit benötigt. Bei Nässe färbt sie sich intensiv grün. Im Naturschutzgebiet finden sich außerdem mehrere hundert verschiedene Pilzarten. Goldtäubling (Russula aurea), Feuerpilz (Suillellus luridus) und Purpurtaucher (Gomphus clavatus) gehören zu den selteneren Pilzen des Gebiets. Der Purpurtaucher (Gomphus clavatus) ist, genau wie die Lungenflechte (Lobaria pulmonaria), eine gute Signalart, d. h. eine Art, die auf hohe Naturwerte hinweist und oft zusammen mit anderen seltenen Arten vorkommt. Auch verschiedene Erdsternchen (Geastrum) wachsen im Naturschutzgebiet.
Weidewälder und offene Wiesen – Früher wurde das gesamte Gebiet als Weide und Heuwiese genutzt. Der Wald war deutlich lichter. Entlang des Lövfjärden gab es offene, feuchte Heuwiesen, sogenannte Seitentalwiesen. Die Weidewirtschaft in der Gegend begann vermutlich bereits im 13. oder 14. Jahrhundert. Am Bergbofjärden wurde vor Kurzem eine kleine Küstenwiese renaturiert und wird nun mit Weidetieren bewirtschaftet. Hier wachsen unter anderem Sumpf-Mädesüß (Parnassia palustris L.) und Moschusgras (Hierochloë).
Südschwedische Milchwirtschaft – In der Region gibt es Milchwirtschaft seit dem Mittelalter. Milchviehbetriebe waren eine Art einfacherer Gehöfte, auf denen Menschen und Tiere im Sommer umzogen, damit die Tiere ausreichend Weidegang hatten. Die Milchviehbetriebe in Häverö wurden teils als Halbmilchbetriebe geführt, bei denen die Milch täglich nach Hause transportiert wurde, teils als Vollmilchbetriebe, bei denen die Milch vor Ort zu Käse und Butter verarbeitet wurde. Vollmilchwirtschaft findet sich hauptsächlich in Nordschweden, und Häverö ist vermutlich ein südlicher Vorreiter dieser Praxis.
§ Innerhalb des Reservats ist Folgendes verboten:
- Bohren, Hacken, Sprengen, Schnitzen, Graben, Bemalen oder anderweitiges Zerstören oder Beschädigen von Gestein, Erde oder Stein
- Das Abbrechen von Ästen, das Fällen oder anderweitige Beschädigen von lebenden oder toten Bäumen und Sträuchern oder das anderweitige Beschädigen von Vegetation durch Ausgraben oder Pflücken von Pflanzen wie Reis, Kräutern, Gras, Moosen oder Flechten zu anderen Zwecken als Forschung oder Lehre ist verboten.
- länger als zwei aufeinanderfolgende Tage zelten
- einen Wohnwagen oder ein ähnliches Gerät aufstellen
- Bringen Sie einen nicht angeleinten Hund mit.
- ein offenes Feuer entzünden
- Bringen Sie eine Tafel, ein Schild, ein Plakat, ein Hinweisschild oder eine Schnitzerei an oder bringen Sie eine Inschrift an.
- Radfahren oder Fahren auf etwas anderem als der Straße
- Wirbellose Tiere sammeln
Grundstückseigentümer:
Der Staat, vertreten durch die schwedische Umweltschutzbehörde
Umweltschutzbeauftragter:
Bezirksverwaltung Stockholm, lansstyrelsen.se/stockholm
Der größte Teil des Gebiets ist in das EU-Netzwerk geschützter Gebiete, Natura 2000, integriert.
*) unter Hinzufügung der wissenschaftlichen Namen der Pflanzen.
Zusätzliches Material

Senast uppdaterat kl. 16:10, fredag 19 december 2025
