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33. Forstwirtschaft

Der Wald ist für die Einwohner von Roslagen von großer Bedeutung. Er liefert Futter für das Vieh, Holz zum Heizen und Bauholz für Häuser und Boote. Als die Eisenverarbeitung im 17. Jahrhundert aufkam, wurden enorme Waldflächen für die Kohlebergwerke genutzt. Im 18. und 19. Jahrhundert stieg die Nachfrage nach Schnittholz. In vielen Teilen des Landes wurde fast der gesamte Wald abgeholzt, und die Landschaft wirkte leer und öde. Roslagen hingegen, mit seinem relativ kargen und kalkhaltigen Untergrund und seiner einfachen, bäuerlichen Forstwirtschaft, hat sich einen Großteil seiner natürlichen Wälder bewahrt. Die Wälder Roslagens bieten eine abwechslungsreiche Naturlandschaft, von kargen, felsigen Kiefernwäldern an der Küste bis hin zu typischeren Wäldern im Landesinneren. 1951 wurde in Norrby ein kleines Sägewerk errichtet. Das Sägewerk erlangte aufgrund seiner besonderen Größe bald in ganz Häverö Bekanntheit und war bis 2009 in Betrieb.

Norrby und Bergby haben ihre Außenbezirke hier oben im Norden. Im Sommer werden die Kühe auf diese Weideflächen getrieben. Im Winter wird hier Holz geschlagen. Der Wert des Waldes wird im Sommer 1859 deutlich, als an der Grenze zu Utsund ein großer Waldbrand ausbricht. Ein Großteil des Waldes von Norrby wird zerstört. Die Bauern von Norrby geben dem Bauern Matts Jansson aus Utsund die Schuld an dem Brand, da er beim Torfbrennen fahrlässig gehandelt hat. Sie verklagen ihn vor dem Bezirksgericht, das Matts Jansson jedoch freispricht.

Die Elchjagd bringt alle Männer des Dorfes zusammen, aber auch andere Jagdarten werden in den Wäldern ausgeübt. Heute wird in diesen Wäldern moderne, kleingewerbliche Forstwirtschaft betrieben. Die Wälder sind auch bei der Öffentlichkeit für Spaziergänge sowie zum Beeren- und Pilzesammeln beliebt. Der Wald ist nach wie vor wichtig für die Bewohner unserer Dörfer.

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Zusätzliches Material

Forstwerkzeuge

Senast uppdaterat kl. 16:14, fredag 19 december 2025